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Lebensmittel

Im Ayurveda ist Ernährung ein zentraler Schlüssel zu Gesundheit, innerem Gleichgewicht und Lebensfreude. Dabei zählen nicht nur die Auswahl der Lebensmittel, sondern auch ihre Qualität, Zubereitung und der bewusste Genuss. Unsere ayurvedischen Lebensmittel unterstützen Sie dabei, Ihre Doshas in Balance zu bringen und Ayurveda einfach in den Alltag zu integrieren – natürlich, nährend und typgerecht. Entdecken Sie Ghee, Gewürze, Tees, Kräuter und mehr für Ihre individuelle Wohlfühlernährung.

Ernähren Sie sich weise!

Die Jahrtausende alten ayurvedischen Texte geben sinngemäß folgende Weisheit wieder: „Wenn die Ernährung gut und richtig ist, wirkt sie wie Medizin. Wenn die Ernährung falsch und unpassend ist, dann nützt auch die beste Medizin nicht.“

„Ernährung ist eine der fünf Säulen guter Gesundheit“, sagt Ayurvedaarzt und Allgemeinmediziner Dr. med. Wolfgang Schachinger, Kurarzt von Home of Ayurveda somamed - dem Zentrum für Maharishi Ayurveda und ganzheitlicher Medizin in Geboltskirchen. „Sie spielt neben den anderen vier Säulen Entspannung, Bewegung, Entschlacken und Verfolgen sinnvoller Lebensziele eine gleichwertig wichtige Rolle.“


Welche Ernährungsempfehlungen soll ich befolgen?

Ernährungsratschläge werden heute in unzähligen Büchern, Artikeln, Fernsehsendungen, in den sozialen Mendien und Internetvideos gegeben – oft völlig konträr. Wie soll man sich da orientieren? 

Die Grundlagen der ayurvedischen Ernährung sind richtiges Essverhalten und eine Speisenzusammensetzung, die die Doshas Vata, Pitta und Kapha ausgleicht. Dabei wiegt bei gesunden Menschen eindeutig richtiges Essverhalten mehr, als die Zusammensetzung der Nahrungsmittel.


Rasayanas – Die Kraft der Nahrung

Im Ayurveda werden nährende und regenerierende Nahrungsmittel als Rasayanas bezeichnet. Sie fördern die körperliche Gesundheit, stärken das Immunsystem und unterstützen das geistige Wohlbefinden. Zu den klassischen Rasayanas zählen:

  • Warme Milch mit Kurkuma, Kardamom oder Safran – beruhigend und schlaffördernd

  • Ghee (geklärte Butter) – nährend, stärkt Agni (Verdauungskraft) und fördert die Aufnahme von Nährstoffen

  • Khichari – ein einfaches, leicht verdauliches Gericht aus Basmati-Reis und Mungdal, das alle drei Doshas ausbalanciert und den Körper entlastet

  • Ein besonderes Rasayana ist Amrit Kalash, ein traditionelles Kräuterkonfekt auf Basis der Amla-Frucht. Es gilt als ayurvedisches Superfood, stärkt das Immunsystem, fördert Gedächtnis und Vitalität und wird klassischerweise mit warmer Milch eingenommen

Richtiges Essverhalten

Das Essverhalten ist deswegen so wichtig, weil es die Funktionsweise des Verdauungssystems wesentlich beeinflusst. Nur ein gut funktionierendes Verdauungssystem kann die Vitalstoffe, die in der Nahrung enthalten sind, richtig verdauen, aufbereiten und dem Körper zuführen.

Wenn die Nahrungsmittel richtig verdaut und assimiliert werden, können sie eine nährende und stärkende Wirkung auf den Organismus ausüben. „Richtiges Essverhalten kann jede/r lernen“ sagt Dr. med. Wolfgang Schachinger.

Die Rolle von Schlacken

Ist der Stoffwechsel durch falsche Essgewohnheiten und Stress gestört, werden die Nahrungsmittel nicht fertig verdaut und die in der Nahrung enthaltenen Vitalstoffe können nicht genutzt werden.

Im Gegenteil: unverdaute Rückstände von Nahrungsmitteln werden im Ayurveda als Ama (wörtlich: das „Ungekochte“) bezeichnet und haben die Wirkung von schädlichen Stoffwechselrückständen und Schlackenstoffen. Ama stört das innere Gleichgewicht auf der körperlichen, geistigen und seelischen Ebene und blockiert den natürlichen Fluss von Körpersäften und -informationen.

Ama ist der Nährboden für Krankheit und führt zu einem beschleunigten Alterungsprozess. Völlegefühl, Stuhlunregelmäßigkeiten, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenks- oder Rückenschmerzen, Gewichtsprobleme und ein gestörtes Immunsystem können die Folgen von Ama-Ansammlungen sein.

Qualität der Nahrungsmittel

Wenn also, bedingt durch schlechtes Essverhalten, die Verdauungskraft nicht stimmt, kann auch qualitativ hochwertiges Essen nicht vom Körper positiv genutzt werden. Dennoch sollten wir immer bemüht sein, höchste Qualität an Nahrungsmitteln zu uns zu nehmen.

Am besten sind Nahrungsmittel aus biologischer, regionaler Landwirtschaft, die liebevoll, geschmacklich vielfältig, gut gewürzt und optisch ansprechend zubereitet werden.

Richtig Kochen

Eines der Charakteristika der ayurvedischen Ernährung ist die sorgfältige und für uns ungewöhnlich reichhaltige Verwendung von Gewürzen. Ghee und andere wertvolle Öle und Fette dienen dabei nicht nur als Geschmacksträger, sondern als essenzielle Vitalstoffe für ein gesundes Leben.

Zubereitung – Frische ist Trumpf!

Ein frischgekochtes Essen spendet Energie und macht nicht müde. Vorausgesetzt, das Essen ist auch entsprechend leicht und enthält alle 6 Geschmacksrichtungen: süß, sauer, salzig, scharf, bitter und herb.

Aufgewärmtes Essen enthält laut Ayurveda nicht mehr alle Vitalstoffe und belastet den Körper, besonders wenn das Aufwärmen durch Mikrowelle erfolgt. Fehlende Geschmacksrichtungen einer Speise können leicht durch die ayurvedischen Gewürzmischungen Vata , Pitta und Kapha Churna ergänzt werden. Diese milden Currymischungen werten eine Mahlzeit Dosha-spezifisch mit den richtigen Geschmacksrichtungen auf.


Finden Sie herraus, welcher Dosha Typ Sie sind! Dieser sagt Ihnen, welches der drei Gewürzpulver (Churnas) Sie bevorzugen sollten.

 Hier gehts zum Dosha-Test.


Ayurvedische Tees – mehr als nur ein Getränk

Ayurvedische Kräutertees sind eine wirkungsvolle Begleitung im Alltag. Sie unterstützen das Gleichgewicht der Doshas auf sanfte Weise:

  • Vata-Tee: mit Süßholz, Ingwer, Zimt – wärmend, stabilisierend, nervenberuhigend

  • Pitta-Tee: mit Rose, Minze, Koriander – kühlend, entspannend, harmonisierend

  • Kapha-Tee: mit Ingwer, Pfeffer, Kurkuma – aktivierend, stoffwechselanregend

Die Rolle von Gewürzen, Reis und Dal – abgestimmt auf die Doshas

Die ayurvedische Ernährung ist individuell – sie richtet sich nach der persönlichen Konstitution (Dosha) und soll Vata, Pitta und Kapha ins Gleichgewicht bringen. Einige zentrale Lebensmittel helfen dabei ganz gezielt:


Gewürze – kleine Helfer mit großer Wirkung

Gewürze sind ein essenzieller Bestandteil jeder ayurvedischen Mahlzeit. Sie fördern das Verdauungsfeuer (Agni) und helfen, Schlackenstoffe (Ama) zu reduzieren:

  • Vata: braucht wärmende, süße und beruhigende Gewürze wie Ingwer, Zimt, Muskat

  • Pitta: profitiert von kühlenden Gewürzen wie Koriander, Fenchel, Kardamom

  • Kapha: wird durch anregende Gewürze wie Chili, schwarzer Pfeffer, Kurkuma stimuliert

Diese Gewürze sind nicht nur wohlschmeckend, sondern wirken auch stoffwechselanregend, entzündungshemmend oder beruhigend – je nach Bedarf.


Reis – sattvisches, leicht verdauliches Grundnahrungsmittel

Vor allem Bio-Basmati-Reis, wie er im Maharishi Ayurveda empfohlen wird, gilt als leicht verdaulich, stärkend und harmonisierend:

  • Vata: gekocht mit Ghee, nährend und beruhigend

  • Pitta: mit kühlenden Kräutern zubereitet, hilft gegen innere Hitze

  • Kapha: trocken oder gewürzt gekocht, um Schwere und Trägheit zu vermeiden


Dal – pflanzliches Eiweiß mit ayurvedischem Potenzial

„Dal“ steht im Ayurveda für Hülsenfrüchte – besonders geschälte Mungbohnen, rote und gelbe Linsen. Sie liefern hochwertiges Eiweiß und sind in Kombination mit Gewürzen sehr gut verdaulich:

  • Vata: gut gewürzt und lange gekocht mit Ghee, um Blähungen zu vermeiden

  • Pitta: milde Linsen, sanft gewürzt, ideal bei Hitzesymptomen

  • Kapha: leicht, trocken, mit Gewürzen wie Ingwer, Kreuzkümmel, Senfsamen

Wer glaubt, Gesundheit sei teuer, der sollte es mal mit Krankheit probieren.

©Thomas Schlenstedt (*1967), Medizinproduktberater