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Tipps für die Kaphazeit – Teil 1

Warum kommt es am Beginn des Frühjahrs jährlich zu einer Grippewelle?

Der Maharishi Ayurveda erkennt im Verlauf des Jahres einen rhythmischen Wechsel der vorherrschenden klimatischen Qualitäten. Das Frühjahr ist der eigentliche Beginn des Jahreszyklus: alles keimt, alles sprießt, alles wächst und vermehrt sich. Das Klima ist noch kalt und feucht. Diese Qualitäten zeigen uns, dass Kapha dominiert.

Kapha besteht aus den Elementen Erde und Wasser. Ist Kapha in Balance, bestehen die besten Voraussetzungen für Vitalität, Kraft und Fruchtbarkeit. Ist Kapha im Ungleichgewicht, kommt es zu Müdigkeit, Trägheit und Schleimansammlungen. Das Immunsystem kann geschwächt sein und ist dadurch anfälliger für alle möglichen Krankheiten. Das ist der Grund, warum in dieser Jahreszeit fast jährlich eine Grippewelle über uns hinwegrollt. Das erleben wir in diesem Jahr besonders intensiv. Jedes Ungleichgewicht von Kapha, jede Ansammlung von Ama begünstigt einen fieberhaften grippalen Infekt.

Bleiben Sie im Gleichgewicht

Wer mit einer Reinigungskur in das Frühjahr startet, hat besonders gute Chancen, gesund und fit durch diese Jahreszeit zu kommen. Das Kapha-Dosha hat die Qualitäten feucht, schwer und kühl. Fasten- und Reinigungskuren bringen Leichtigkeit und trocknen überschüssige Feuchtigkeit und Schleim, die sich in Allergien und Infekten ausdrücken können.

Durch den Überschuss an kalorienreichen Nahrungsmitteln und Getränken leiden heute viele Menschen an Übergewicht und Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Fettleber und erhöhten Blutfetten. Die „Kapha-Jahreszeit“ Frühling ist der beste Zeitpunkt im Jahr, um bei derartigen Beschwerden die Balance wiederzufinden.

Ernährung in der „Kapha-Zeit“ des Jahres

Durch Aufnahme besonders leichter, frischer und wärmender Nahrung schlagen Sie der Frühjahrsmüdigkeit und den Allergien ein Schnippchen!

In der Kapha-Jahreszeit braucht der Organismus einen großen Teil der Energie zum Aufbau und zur Erneuerung der Gewebe. Das Verdauungsfeuer, das im Ayurveda als „Agni“ bezeichnet wird, braucht leicht verwertbare Vitalstoffe wie sie in frischen Kräutern und Blüten enthalten sind. Diese Frischkost, die meist bitter und scharf schmeckt, ist reich an so genannten „sekundären Pflanzenstoffen“, Mineralien und Vitaminen, die den Aufbau gesunder Gewebe unterstützen.

Zu einer besonders leichten, Kapha ausgleichenden Kost gehört dazu, dass der Anteil an Fett, Milchprodukten und Fleisch reduziert wird. Auch bei Getreiden sollten leichtere Sorten wie Reis, Hirse und Gerste bevorzugt werden.

Frische Kräuter aus Wiese und Au

b-rlauchSehr wichtig ist jetzt die reichliche Anwendung von scharf und/oder bitter schmeckenden Gewürzen und Küchenkräutern. Frischer Schnittlauch und Petersilie, Bärlauch, Giersch, Sauerampfer, Brunnenkresse, Brennnessel, Gänseblümchen, Veilchen, Schlüsselblumen und Fichtenwipfel sollten, am besten täglich, Teil der Ernährung sein.

Verwenden Sie jetzt auch wärmende exotische Gewürze wie Ingwer, Kurkuma, Pfeffer, Zimt, Gewürznelken, Muskat und Kreuzkümmel in größeren Mengen als sonst. Wenn Sie wenig experimentierfreudig sind, können Sie auch eine fertige Kapha-Gewürzmischung ausprobieren.

Keine Zwischenmahlzeiten

Was nur wenige Menschen wissen und beachten: Der Verdauungsvorgang jeder Mahlzeit dauert ca. 4–6 Stunden, abhängig von Menge und Schwere der zugeführten Speisen. Wenn man vor Ablauf dieser Zeit neuerlich Speisen oder nährende Getränke wie Fruchtsäfte zu sich nimmt, unterbricht man die sinnvolle Verwertung der Speisen im Verdauungstrakt. Das führt zur Entstehung belastender Schlackenstoffe im Körper, die im Ayurveda als „Ama“ (wörtlich „das Unverdaute“) bezeichnet werden. Ama gilt als Nährboden für Krankheiten aller Art.

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