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Leben mit den Rhythmen der Natur – Teil 1

Dr. Wolfgang Schachinger

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Sind Sie schon einmal gegen den Strom geschwommen? Erinnern Sie sich daran, wie anstrengend das ist? Man hat das Gefühl, trotz größter Anstrengung nicht vorwärts zu kommen und für geringen Erfolg riesige Anstrengungen unternehmen zu müssen. Jeder Meter Fortschritt ist mit großem Aufwand verbunden.

Wer mit dem Strom schwimmt, hat es leichter. Getragen von den Wellen, legt man mühelos große Strecken zurück.

Auch die Zeit ist wie ein Strom. Wer sich im Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten bewegt, wird von der Energie der Natur getragen. Wer gegen den natürlichen Rhythmus arbeitet, lädt unnötig große Mühen auf sich und läuft Gefahr, seine Ziele nicht zu erreichen, weil die Kraft nicht reicht.

Im Maharishi Ayurveda gibt es Jahrtausende alte Empfehlungen, wie man die Rhythmen der Natur nützen kann, um Gesundheit, Vitalität und Erfolg zu unterstützen.

Jeder Mensch ist Teil der Natur und unterliegt ständig den Zyklen, die die äußere Natur vorgibt. Die wichtigsten sind die Jahreszeiten, die Mondphasen und Tag und Nacht. Innerhalb des eigenen Körpers sind Atmung und Herzschlag die wichtigsten Taktgeber.

In unserer von der Natur abgekoppelten „zivilisierten“ Welt scheinen die natürlichen Rhythmen keine Rolle mehr zu spielen. Das ist jedoch ein Trugschluss. Unser Körper reagiert auf Tages- und Jahreszeiten auch dann, wenn wir diese durch künstliches Licht und Gebäude mit konstanter Temperatur scheinbar beseitigen. Die moderne Forschung zeigt, dass die hormonelle Steuerung von Tages- und Jahreszeit beeinflusst wird, auch wenn wir versuchen, uns davon abzukoppeln. Wir können uns von diesen Rhythmen nicht vollständig lösen. Wenn wir aber die Nacht zum Tag machen und umgekehrt, stören wir die sensiblen Regulationsmechanismen deutlich. Dadurch geht die Tiefe und die Regenerationskraft des Schlafs ebenso verloren wie die Energie und die Zielgerichtetheit des Handelns.

Rhythmus der Doshas

Die Zeit läuft in Zyklen oder Wellen. Jede Welle läuft nach dem gleichen Muster ab.

 welle

Die Abfolge der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha ist immer gleich. Das gilt für Jahreszeiten und Tageszeiten ebenso wie für die Lebenszyklen.

Jahreszeiten

JahresrhytmusIn allen Kulturen beginnt der Jahreszyklus mit dem Frühjahr. Nach der Ruhe des Winters beginnt alles zu sprießen, zu wachsen und sich zu vermehren. Die Natur erblüht, sie wird saftig und grün (Kapha). Im Sommer, der wärmsten Zeit des Jahres, reifen Früchte, Gemüse und Getreide (Pitta). Im Herbst ist Ernte, die Natur zeigt ihre Fülle. Gleichzeitig stellt sie auch Wachstum und Vermehrung ein und beginnt auszutrocknen (Vata). Im kalten Winter scheint alles stillzustehen, um sich für das Aufkeimen im nächsten Frühjahr vorzubereiten.

Typische Störungen in den verschiedenen Jahreszeiten

Mit den Jahreszeiten ändern sich die Qualitäten der Doshas und damit entstehen fundamentale Einflüsse auf unser Geist-Körper-System. Wir merken davon sehr wenig, solange wir in Balance sind. Fehlt die Balance, entstehen leicht typische Beschwerden, die in jeder Jahreszeit unterschiedlich sind. Ungleichgewicht während der Kapha-Zeit zeigt sich z. B.  in Müdigkeit (Frühjahrsmüdigkeit) oder geschwächtem Immunsystem (Allergien und Infekte). Ist man während der Pitta-Zeit nicht in Balance, kommt es leicht zu Störungen im Verdauungssystem (Sommer-Durchfall), der Haut (Sonnenbrand, Ekzeme) oder des Kreislaufs. Im Herbst und Winter entstehen besonders leicht typische Vata-Störungen wie Gelenksbeschwerden, Rückenschmerzen oder psychische Veränderungen durch die Dunkelheit wie z. B. Winterdepression.

Ayurvedische Empfehlungen für die Jahreszeiten

Zu den wichtigsten Empfehlungen, die die klassischen Texte in Bezug auf Jahreszeiten geben, gehören Reinigungskuren in den Übergangszeiten von einer Jahreszeit zur nächsten. Der Ayurveda geht davon aus, dass jede Umstellung klimatischer Einflüsse, aber auch die wechselnde Länge der Tageszeiten, unser Regulationssystem stark belasten. Deswegen ist es wichtig, die volle Regulationsfähigkeit immer wieder herzustellen.

Einschränkungen der Regulationsfähigkeit kommen dadurch zustande, dass wir Ama (unverarbeitete Substanzen) ansammeln. Dieses Ama blockiert die Informationskanäle des Körpers (Shrotas oder Meridiane) und behindert dadurch eine gute Anpassungsfähigkeit an die veränderten klimatischen Bedingungen.

panchakarmaReinigungskuren beseitigen Ama aus den Körperkanälen und optimieren dadurch die Kommunikation im Körper, die über Hormone, Botenstoffe und Nervenimpulse funktioniert.

Zumindest zwei- bis dreimal pro Jahr sollte das Geist-Körper-System gereinigt werden – immer dann, wenn die Dominanz eines Doshas in das nächste übergeht. Das kann durch eine Panchakarma Kur optimal erreicht werden.

Aus rein zeitlichen und wirtschaftlichen Gründen ist es den meisten Menschen nicht möglich, dreimal im Jahr eine mehrwöchige Panchakarma Kur zu absolvieren. Deswegen sollte man aber nicht auf die absolut notwendige jahreszeitliche Reinigung verzichten. Um jedem Menschen eine Reinigung ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand zu ermöglichen, bieten wir Detox-Kuren an, die leicht im Alltag umsetzbar sind. Für die Anwendung allein zuhause eignet sich besonders unsere Kräuter-Detox Kur. Diese ist für verschiedene Reaktionstypen als Vata-Paket (Neigung zu Blähungen und Verstopfung), Pitta-Paket (empfindlicher Magen und Darm, mit Neigung zu weichen Stühlen) und Kapha-Paket (Übergewicht, unempfindlicher Magen-Darmtrakt) erhältlich.

Jahreszeitlich geführte Reinigungskuren (Webinare)

Als Spezialität unseres Hauses bieten wir jahreszeitlich unterschiedliche geführte Reinigungskuren als Webinare an. Unter der Leitung unserer Ärzte Dr. Wolfgang und Dr. Valeria Schachinger nehmen an den Jahreszeiten-Übergängen große Gruppen an drei unterschiedlichen Webinaren teil. Wer bei allen drei Webinaren dabei ist, hat die optimale Vorbereitung für die jeweils kommende Jahreszeit.

Weiter Informationen zu den Webinaren finden Sie hier: www.ayurvedawebinar.at

Nach jeder Reinigung sind Altlasten beseitigt und das Geist-Körper-System ist voll regeneriert. Damit kann die Anpassung an Wärme, Kälte, Wind, Regen und Schnee, an Sonne und Dunkelheit, an jahreszeitlich verstärkte berufliche Anforderungen mühelos gelingen. Das bringt Erfolg im Leben und schützt vor Krankheit und vorzeitigem Alterungsprozess.

Ernährungsempfehlungen für die Jahreszeiten

Jede Jahreszeit hat ihre Dosha-spezifischen Qualitäten. Die Feldfrüchte, die wir in den verschiedenen Monaten des Jahres ernten, spiegeln die Qualitäten der Jahreszeit. Damit können wir immer das ernten, was als Nahrung oder Nahrungsergänzung unsere körpereigenen Doshas am meisten in Balance bringt.

Der Ayurveda empfiehlt in jeder Jahreszeit unterschiedliche Schwerpunkte in der Ernährung.

Kapha-Zeit (Frühjahr)

Während der Kapha-Zeit sollte die Nahrung besonders leicht sein und wärmende Qualitäten besitzen. Nach dem Winter sind vitalstoffreiche Nahrungsmittel besonders wichtig. Sehr empfehlenswert sind im Frühjahr frische Kräuter von Garten und Balkon, leichte Suppenzubereitungen und Eintöpfe. Verzichten sollte man auf schwere und schwer verdauliche Speisen wie (Fett-) Gebackenes, Käse und andere tierische Produkte. (Link für weitere Informationen: https://www.ayurvedashop.at/tipps/ayurveda-tipps/tipps-fuer-die-kaphazeit-teil-2)

Pitta-Zeit (Sommer)

Wenn es in der Pitta-Zeit richtig heiß wird, wird die Verdauungskraft schwächer und damit sinkt auch unsere Leistungsfähigkeit. Um die Auswirkungen der Hitze zu neutralisieren, sind die süßen Früchte, die bitteren Blattgemüse und die süßen Wurzelgemüse die optimale Ernährung. Kühlende Getränke wie Lassi, Pitta-Tee und kühle Kräuter-Tees aus Minze oder Salbei schützen vor Flüssigkeitsverlust und Überwärmung. Verzichten sollte man im Sommer auf eine schwere Mittagsmahlzeit, stark gesalzene oder scharf gewürzte Speisen.

Vata-Zeit (Herbst und Winter)

Um die kalte, trockene Jahreszeit gut zu überstehen, sind jetzt besonders nahrhafte Gerichte günstig. Die im Sommer und Herbst geernteten Getreide, Gemüse und Früchte sollten jetzt verwendet werden, um im Körper Energiereserven anzulegen. Wichtig in dieser Jahreszeit ist eine ausreichende Zufuhr an gesunden Fetten (Ghee, Leinöl, Omega3-Öl). Warme und wärmende Speisen sollten bevorzugt werden. In dieser Jahreszeit sind kalte Speisen und Getränke, sowie große Portionen Rohkost ungünstig.

Zusammenfassung Teil 1

Alles in der Natur schreitet in Zyklen und Wellen voran. Leben im Rhythmus mit diesen Zyklen gibt Kraft und Energie. Wer die rhythmischen Veränderungen der Natur nicht beachtet, schwächt sich selbst. Das ist wie „Schwimmen gegen den Strom“.

Zu den besonderen Empfehlungen im Maharishi Ayurveda gehören jahreszeitliche Reinigungskuren und die Anpassung der Ernährung an den Jahresrhythmus der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.

 

Lesen Sie hier Teil 2:  Leben  mit den Rhythmen der Natur - Tag- Nachtrhythmus

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