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Guter Schlaf - Meine beste Medizin - Teil 2

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Was tun bei Schlafstörungen?

Ayurveda ist gesundheitsorientiert und deswegen geht es nicht darum, gegen Schlafstörungen anzukämpfen, sondern den gestörten Regelkreisen unseres Körpers wieder Klarheit und Ordnung zu geben. Die moderne Medizin versucht oft durch Medikamente, wie Tranquilizer, persönlichkeitsverändernde Antidepressiva oder Neuroleptica, den Schlaf zu verbessern.

Dabei wird aber häufig nur die zugrunde liegende Störung verschleiert. Im Gegensatz dazu arbeitet man im Ayurveda daran, die natürlichen Rhythmen und Funktionen wiederherzustellen.

Fünf Säulen der Gesundheit

Entspannung, Bewegung, Ernährung, Entschlackung und Klärung der Lebensziele bilden zusammen die fünf Säulen der Gesundheit. Ein kurzes Schlafritual mit Elementen aus diesen fünf Säulen hilft innerhalb von wenigen Tagen, schneller einzuschlafen und erholsamer durchzuschlafen.

Guter Schlaf wird durch die Wahl des optimalen Schlafplatzes und die Gestaltung einer gesunden Schlafumgebung mit natürlichen Textilien, beruhigenden Düften und Abschirmung von Elektrosmog wesentlich begünstigt. Eine Empfehlung wird von vielen Ayurvedaärzten besonders hervorgehoben: „Schlafe niemals mit den Füssen Richtung Süden“. Einer meiner Lehrer, der berühmte Ayurvedaarzt, Dr. Brihaspati Dev Triguna, legte darauf bei der Beratung seiner Patienten besonderen Wert und ergänzte noch dazu: „Wenn es möglich ist, dann schlafen Sie mit dem Kopfende des Bettes Richtung Osten oder Süden.“

Säule 1 – Entspannung

Die wirkungsvollsten Entspannungsmethoden, die jeder Mensch anwenden sollte, sind Meditation, Pausen im Alltag und Urlaub. Um die Qualität des Schlafs zu verbessern, ist ein entspannendes Schlafritual wichtig. Dieses sollte je nach Intensität der Schlafstörung schon früh am Abend beginnen. Befolgen Sie bitte folgende Empfehlungen:

Beendigung des Tagwerks vor 19 Uhr, Abendmeditation, ein frühes und leichtes Abendessen, ein Spaziergang danach und weitgehender Verzicht auf elektronische Medien am Abend. d.h. kein Fernsehen, keine Emails, kein Facebook und aufs Handy starren in den letzten 2 Stunden vor dem Schlafen! Weiters ist es wichtig, den Tag auch in Gedanken positiv abzuschließen. Optimal dazu ist ein Tagebuch, in dem Sie vor dem Einschlafen die positiven Emotionen des Tages schriftlich festhalten: „Was habe ich gut gemacht?“, „Was hat mir gut getan?“, „Wofür bin ich dankbar?“ sind hierfür nützliche Fragen, die im Tagebuch schriftlich beantwortet werden. Um den Geist von unnötigem Ballast zu befreien, kann ein zweites Buch oder ein Terminkalender mit unerledigten Aufgaben sinnvoll sein. Diese belasten und beunruhigen weniger, wenn sie als Vorbereitung für den nächsten Tag in schriftlicher Form vom Gehirn auf Papier ausgelagert sind.

Weitere Tipps aus den Säulen der Gesundheit

Zu den anderen Säulen der Gesundheit möchte ich nur ein paar Stichworte geben.

Eine häufige Ursache für schlechten Schlaf ist Bewegungsmangel. Ein Abendspaziergang statt der abendlichen Fernseh-Stunde kann Wunder wirken! Bei der Ernährung ist entscheidend, dass 2-3 Stunden vor dem Schlafen nicht mehr gegessen werden sollte. Die Nachtruhe wird umso erholsamer und regenerierender, je weniger Magen und Darm mit Verdauungsarbeit beschäftigt sind.

Schlaffördernde Wirkung von Klang und Duft

Ausgleichende Behandlungen über die fünf Sinne werden im Maharishi Ayurveda sehr hoch eingeschätzt. Vor allem das Wissen über heilende Klänge hat im Ayurveda eine lange Tradition. So können Klänge von traditionellen vedischen Texten zur Beruhigung der Sinne vor dem Schlafen eingesetzt werden. Die Rede ist hier von „Samaveda-Klängen“ die auf CD erhältlich sind und die eine besonders harmonisierende Wirkung haben. Man kann vor dem Schlafen entweder 10 Minuten von einer Samaveda-CD abspielen oder, wenn man Instrumentalmusik bevorzugt, ein Stück aus einer CD mit Gandharvaveda-Musik (erhältlich sind Flöte, Sitar, Hackbrett oder Santur u.v.a.m.)

Auch die Aromatherapie bietet wirksame Möglichkeiten zur Verbesserung des Schlafs. Besonders günstig wirken Nidra-Aromaöl, bestehend aus den Düften von Lavendel, Majoran, Bergamotte und Orange oder Vata-Aromaöl bestehend aus den beruhigenden Düften von Basilikum, Rosengeranie, Majoran und Orange. Ein paar Tropfen dieser Aromaöle in einer Duftlampe im Schlafzimmer oder auch auf dem Kopfkissen verzaubern innerhalb von Sekunden die Atmosphäre im Schlafzimmer!

Eine Domäne des Ayurveda sind Entschlackungskuren („Pancha Karma“), die alte Belastungen, die den Schlaf stören, ausleiten, und einen wahren Sturm an Glücks- und Energiehormonen hervorrufen. Aus diesem Blickwinkel ist also guter Schlaf nicht etwa ein Privileg für wenige Glückliche, sondern das Geschenk der Natur für jeden, der sich die Schätze der Natur, die die Ayurveda Medizin uns so reichlich anbietet, zu Nutze macht.

Autor dieses Artikels ist Dr. Wolfgang Schachinger

 

Text Guter Schlaf - Meine beste Medizin Teil 1

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