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Gluten

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Gestörte Verdauung – kranker Mensch

Ein Reizdarm kann sich in verschiedenen Beschwerden äußern. Diese reichen von Durchfällen, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit bis zur Verstopfung. In der Folge dieser Fehlfunktionen des Darms können eine Reihe von weiteren gesundheitlichen Problemen auftreten. Diese zeigen sich vor allem an der Haut mit Rötungen, Juckreiz und Ausschlägen, an den Schleimhäuten mit behinderter Nasenatmung oder Asthma, als Kreislaufbeschwerden oder Allgemeinerscheinungen wie Müdigkeit, Erschöpfungszuständen, innerer Unruhe oder Schlafstörungen. Leistungsabfall und depressive Zustände kommen in diesem Zusammenhang häufig vor.

Reizdarm – das Problem mit den Löchern

Als medizinische Ursache für diese so verschiedenartigen Beschwerden gilt eine chronische, eher oberflächliche Entzündung der Innenwände des Darms. Durch diese Entzündung verliert der Darm eine seiner wichtigsten Funktionen, nämlich den Schutz des Körpers vor unverdauten Substanzen. Bei einer normalen Darmfunktion können nur kleinste Partikel aus dem Verdauungsbrei durch die Darmwände in den Körper aufgenommen werden. Ist der Darm jedoch entzunden, wird die Darmschleimhaut „löchrig“ und viel größere Moleküle durchdringen die Darmwand in Richtung Körpergewebe (Fachausdruck: Licky Gut). Diese Partikel rufen sofort das Immunsystem auf den Plan, weil sie als körperfremd erkannt werden und durch das Immunsystem neutralisiert werden müssen. Das ist ein sehr energieaufwändiger Prozess, der die oben erwähnten Folgeerscheinungen des löchrigen Reizdarms mit sich bringt.  Ganz logisch also, dass nur mehr wenig Energie für das „richtige Leben“ übrig bleibt.

Ursachen des Reizdarms

Alles, was wir nicht „verdauen“ können, belastet unsere Darmgesundheit. Als erstes fällt einem dazu natürlich schlechte Ernährung ein. Wir leben in einer Zeit der Fülle an Angeboten und haben alle quantitativ genug zum Essen. Die Qualität unserer Nahrungsmittel hat aber in den letzten Jahrzehnten massiv abgenommen. Das betrifft sowohl den Gehalt an Vitalstoffen der Nahrung, die auf ausgelaugten Böden mit Kunstdüngern, Herbiziden und Pestiziden hochgezogen wird, als auch für die stark gesundheitsschädlichen Zusätze, die unsere modernen Fertignahrungsmittel haltbar und geschmacksintensiv machen.

Was den Darm jedoch genauso schädigt ist unverarbeiteter Stress und Abweichen von gesunden Lebensrhythmen. Das bewirkt eine stark erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol in der Nebenniere. Dieses Überangebot an Stresshormon führt zu Entzündungserscheinungen im ganzen Magen-Darm-Trakt. Diese Entzündung führt zum „löchrigen Darm“. Die Folge davon sind eben die oben erwähnten Beschwerden und langfristig gesehen eine zunehmende Belastung des Körpers mit unverdauten Substanzen. Diese werden in der Naturheilkunde als „Schlacken“ bezeichnet – im Ayurveda als „Ama“. Für den Ayurvedaarzt gilt „Ama“ als DER Nährboden für Krankheiten schlechthin.

Gluten – das schwerverdauliche Weizeneiweiß

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in vielen Getreiden - am meisten im Weizen - enthalten ist. Besonders für das Backen hat Gluten eine große Bedeutung, weil es den Teig elastisch und schnittfähig macht. Gluten wird in der Lebensmittelindustrie aber auch als Stabilisator, Verdickungsmittel, Geliermittel, Aromastoff und Farbstoff verwendet.

Brot, Gebäck, Kuchen, Pizza und Pasta – Weizen- und andere glutenhaltige Getreide sind in unserer Nahrung allgegenwärtig. Der Gehalt an Gluten hat sich durch Züchtungen der Getreide in den letzten Jahren deutlich vermehrt. Gluten ist zwar ein hochwertiges und nahrhaftes, jedoch auch sehr schwer verdauliches Eiweiß. Ist das Verdauungssystem durch jahrelange falsche Ernährung und Stress einmal geschädigt, kann Gluten für viele Menschen sehr belastend sein. Eine vorübergehende Ernährung ohne Gluten kann in Zusammenhang mit anderen entzündungshemmenden Maßnahmen dazu beitragen, dass der „löchrige Reizdarm“ wieder abheilt und damit auch die Folgeerscheinungen wieder abklingen.

Welche Getreide enthalten Gluten?

Das Getreide mit dem höchsten Glutengehalt ist Weizen. Geringere Mengen von Gluten sind aber auch in Dinkel, Roggen, Grünkern, Bulgur, Couscous, Gerste, Kammut und Einkorn enthalten. Das Gluten findet sich auch in allen aus diesen Getreiden hergestellten Lebensmitteln wie Brot, Gebäck, Kuchen, Nudeln etc. Für eine glutenfreie Ernährung muss man alle diese Getreidesorten vollkommen meiden und auf folgende Körner ausweichen: Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Quinoa und Amaranth. Für die Küche kann man auch Kartoffelstärke als Verdickungsmittel verwenden bzw. Kartoffeln als Getreideersatz für die warme Hauptmahlzeit.

Wer soll glutenfrei essen?

Die angeborene Glutenunverträglichkeit wird als Zöliakie bezeichnet und verlangt eine lebenslange weitgehend glutenfreie Ernährung. Zöliakie wird wegen der damit verbundenen Gedeihstörungen meist schon im Kindesalter diagnostiziert. Die meisten Erwachsenen mit Darmstörungen leiden unter einem Reizdarmsyndrom, einige davon haben im Rahmen dieser Erkrankung eine zöliakieunabhängige Weizenempfindlichkeit. Da es kaum zuverlässige medizinische Untersuchungen und Labortests gibt, die eine solche Erkrankung beweisen, ist es für die meisten Patienten mit Reizdarm sinnvoll, zur Ausheilung ihrer Beschwerden eine vorübergehende glutenfreie Ernährung einzuhalten. Diese Kostumstellung sollte zumindest für zwei Monate, besser noch für ein halbes Jahr eingehalten werden.

Begleitmaßnahmen

Während der glutenfreien Ernährung sollten unbedingt weitere Maßnahmen eingehalten werden, die dazu beitragen, dass die Entzündung im Darm abheilen kann. Diese Maßnahmen kann man in zwei Gruppen unterteilen:

  1. Lebensstilmaßnahmen zur Stressreduktion und Verbesserung der Biorhythmen und
  2. Medizinische Maßnahmen in Form von Nahrungsergänzungen und Heilpflanzen.

Stressbewältigung

Jede Art von Stress führt zur Vermehrung der Stresshormone im Körper, die die Entzünduungsprozesse anfeuern. Aus meiner jahrzehntelangen Erfahrung ist die beste Maßnahme zum Abbau von Stress die regelmäßige Ausübung der Transzendentalen Meditation. Stress führt zu Anspannung. Und die tiefe Entspannung, die sich bei jedem Menschen während der Transzendentalen Meditation einstellt, ist das sicherste Heilmittel für stressverursachte Beschwerden. Wir bieten in unserem Haus der Gesundheit regelmäßig Kurse für Neueinsteiger an. Ich kann Ihnen nur wärmstens empfehlen, einen dieser Kurse zu belegen und damit nicht nur den Stress zu besiegen, sondern Ihrem Leben eine neue positive Richtung zu geben.

Natürlich gehört auch ausreichend Schlaf zu den Maßnahmen, die den Stressabbau begünstigen.

Essverhalten

„Die Verdauung beginnt im Mund“ – sagt eine alte Volksweisheit. Deswegen ist gutes Kauen in einer entspannten Essatmosphäre die erste wirksame Verhaltensregel, die Sie zur Verbesserung von Darmbeschwerden einsetzen können. Nehmen Sie sich vor, zehn Tage lang jeden Bissen mindestens zehnmal zu kauen! Essen Sie in ruhiger Atmosphäre im Sitzen, und lassen Sie sich nicht durch Zeitung, Radio oder aufregende Diskussionen von Ihrer wichtigsten Aufgabe während der Mahlzeit ablenken: Essen mit voller Aufmerksamkeit!

Gleichzeitig mit der Verbesserung Ihres Kauverhaltens sollten Sie auch einen regelmäßigen Rhythmus Ihrer Mahlzeiten einhalten. Essen Sie nur dreimal am Tag und achten Sie auf mindestens 4 bis 5-stündige Esspausen zwischen den Mahlzeiten. In diesen Pausen sollten Sie reichlich Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

Nahrungsergänzungen

Als Start für die Umstellung zu einer glutenfreien Ernährung eignet sich besonders unsere tausendfach bewährte Kräuterentschlackung. Nach dieser Kräuterentschlackung ist die Einnahme von verdauungsfördernden Heilkräutern empfehlenswert. Dafür können Sie während oder zwischen den Mahlzeiten unseren ayurvedischen Digest Tee trinken und nach den Hauptmahlzeiten die Kräutertabletten MA154 Einnehmen.

Zum Neuaufbau der Darmflora empfehle ich Ihnen, täglich einen Beutel Omnibiotic Stress-Repair morgens nüchtern oder vor dem Schlafen einzunehmen. Dieser Prozess wird durch die Einnahme von sogenannten „Schleimbildnern“ wie Flohsamen, Leinsamen oder Quinoa unterstützt.

Aus der orthomolekularen Medizin empfehle ich Ihnen als entzündungshemmendes Präparat AH Glutamin Formula  von Biogena aus unserem Shop einzunehmen.

Glutenfreies Brot

Die größte Herausforderung für Viele ist der Verzicht auf Brot und Nudeln. Im Lebensmittelhandel werden viele glutenfreie Produkte angeboten, nur wenige davon in biologischer Qualität. Am einfachsten ist es, bei Teigwaren auf Reisnudeln auszuweichen und glutenfreies Brot selber zu backen. Verwenden Sie hierzu unser Rezept für glutenfreies Brot!

Autor dieses Artikels ist Dr. Wolfgang Schachinger

Foto von Ö3 bzw. Whatsapp

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