Tipps

Gesunde Haut im Sommer - Teil 1

Dr. Wolfgang Schachinger

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Endlich ist Sommer und wir zeigen wieder mehr Haut. Das Sonnenlicht ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit. Wenn es auf die Haut auftrifft, löst es die Produktion von Vitamin D und Glückshormonen aus.

Ist das immer so? Ganz und gar nicht bei jedem Menschen. Menschen mit empfindlicher Haut können sehr heftig auf starke Sonnenbestrahlung reagieren. Die Sichtweise im Ayurveda zeigt uns, dass individuelle Faktoren eine große Rolle dafür spielen, wie gut wir Sonnenlicht und Hitze vertragen.

Menschen, bei denen Pitta-Qualitäten in der Konstitution überwiegen, reagieren am stärksten auf die höheren Temperaturen im Sommer. Gute Pflege der Haut in den Sommermonaten ist für alle Konstitutionstypen wichtig, um den Körper vor Austrocknung und anderen Folgen von Hitze zu schützen.

Die Haut ist unsere äußere Hülle und schützt uns davor, dass sich Einflüsse aus der Umgebung schädlich auf das Geist-Körper-System auswirken. Laut Ayurveda haben wir zwei Möglichkeiten, unsere Haut mit Heilreizen zu versorgen: Durch Pflege von außen und durch Ernährung von innen. Beide Wege sind wichtig, um die Haut frisch und jugendlich zu erhalten. Wenn der Einfluss von Pitta zu stark wird, treten unweigerlich Störungen der Haut auf. Sie altert schneller und verliert die wichtige Schutzwirkung für unseren Körper.

Zeichen von überschüssigem Pitta

Pitta ist dem Feuerelement zugeordnet. Es wird mehr, wenn erhitzende Faktoren auf unser Geist-Körper-System einwirken. Zu diesen Faktoren gehören warme Jahreszeit und Klima, erhitzende Ernährung und Getränke, ein Tag-Nachtrhythmus mit Überaktivität in der Pitta-Zeit (Mittag und Mitternacht) und psychische Faktoren wie Leidenschaft und Ehrgeiz, aber auch Ärger und Zorn.

Ein Zuviel von diesen Pitta-Qualitäten führt zuerst zu Anhäufung, dann zur Ausbreitung von Pitta im Körper. Dadurch können die Schleimhäute des Magen-Darmtrakts, die Verdauungsorgane, die Augen, Herz-Kreislaufsystem und Haut geschädigt werden. Dabei kommt es immer zu brennenden Empfindungen und Zeichen von Entzündung.

Auf der Haut können dann Ekzeme, brennende Hautausschläge, virale oder bakterielle Infekte (Herpes oder Rotlauf) entstehen. Als direkte Auswirkung von Sonneneinwirkung kennen wir alle den Sonnenbrand.

Alle diese Störungen reagieren auf eine allgemeine Reduktion von Pitta in unserem Geist-Körper-System. Noch besser als heilende Maßnahmen bei derartigen Störungen sind vorbeugende Anwendungen.

Tipps für ausgewogenes Pitta

1.     Pitta-ausgleichende Ernährung

Die Geschmacksrichtungen süß, bitter und herb wirken ebenso Pitta-reduzierend wie die Qualitäten kühl, ölig und schwer. Eine typische Sommerkost sollte also süße Früchte, Getreide und hochwertige Öle (Geschmacksrichtung süß) ebenso enthalten wie bittere Salate (grüner Salat, Gurke…) und Gemüse (Zucchini, Brokkoli, Kohlgemüse). Allzu scharfe, saure und salzige Mahlzeiten und Getränke sollten Sie meiden.

Bevorzugen

Reduzieren

Weizen, Reis, Gerste, Hafer

Hirse, Buchweizen, Mais, Roggen

Mungbohnen, Linsen, grüne Erbsen

-

Milch, Ghee, Butter, dünnes Lassi

Joghurt, Buttermilch, Sauerrahm, Käse

Kirschen, Weintrauben, Avocados

-

Spargel, Brokkoli, Stangensellerie, Gurke

Chili, Paprika, Rettich

Ghee, Kokosnussöl, Olivenöl, Leinöl

Sesamöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl

Koriander, Kurkuma, Fenchel, Kardamom, Pitta-Churna

Sehr scharfe Gewürze wie Chili, Cheyenne Pfeffer, Senf und größere Mengen Schwarzpfeffer

Da bei sehr heißem Wetter mittags der Appetit reduziert sein kann, sollte man die Hauptmahlzeit auf das Frühstück oder ein frühes Abendessen verlegen und mittags nur leichtere und kühlende Kost (z. B. Salat) zu sich nehmen.

 2. Mäßiges Sonnenbaden

sun-3946505_1280Sonnenlicht löst Heilreize in unserem Körper über die Haut aus. Die stärksten Heilreize haben Morgen- und Mittagssonne. Die Mittagssonne darf jedoch nur für kurze Zeit auf unsere Haut einwirken, da sonst der schädigende Einfluss den Nutzen überwiegt.

Moderne Forschung zeigt, dass Vitamin D Bildung über die Haut nur durch direkte Sonnenbestrahlung in der Zeit von 11 – 15 Uhr stattfindet. Ein 15 – 20-minütiges Sonnenbad um die Mittagszeit produziert ausreichend Vitamin D für 1 – 2 Tage.

Sonnenschutzcreme sollte erst nach einem kurzen Sonnenbad aufgetragen werden, da sie Vitamin D Bildung vollständig verhindert. Wer keine Sonnencreme verträgt oder wegen der möglicherweise ungünstigen Bestandteile meiden möchte, sollte nach kurzer Sonnenbestrahlung lichtdichte Kleidung tragen, um Sonnenbrand zu vermeiden.

 Pflegen Sie Ihre Haut nach einem Sonnenbad mit Aloe Vera Gel.

3. Flüssigkeitszufuhr

Pitta_Tee_600x600Ausreichend Zufuhr von Wasser oder kühlenden Tees ist jetzt besonders wichtig, um Austrocknung zu vermeiden.

Trinken Sie kühles (Zimmertemperatur) Wasser ohne Kohlensäure oder abgekühlte Kräuter- oder Gewürztees. Besonders kühlend wirken Salbeitee und Pittatee.

4. Hautpflege

Als wichtigste Pflegemaßnahme für die Haut empfehlen die ayurvedischen Texte regelmäßige Ölmassage. Diese sollte idealerweise morgens vor dem Duschen und vor der Sonnenexposition durchgeführt werden. Wenn Sie nicht Zeit haben für eine Ganzkörpermassage, ölen Sie vor allem die Körperteile, die am meisten der Sonne ausgesetzt sind (Gesicht, Nacken, Arme, Knie, Unterschenkel).

coconut-oil-2535272_1280Kokosöl wirkt besonders kühlend. Für die morgendliche Ölmassage ist es ebenso geeignet wie das Pitta-Massageöl.

Sollten Sie einmal zu viel Sonne erwischt haben und Sonnenbrand oder gar Sonnenstich-artige Beschwerden als Folge davon erleiden, sollten Sie Ihre Haut mit Ghee oder Aloe Vera Gel kühlen.

 

Im zweiten Teil dieses Artikels in 2 Wochen erfahren Sie mehr über die günstigen Pitta-ausgleichenden Wirkungen auf die Haut, die Sie von von ayurvedischen Nahrungsergänzungen, Aromaölen und Entspannungsmethoden erwarten können.

Tags: Haut

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