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Gesunde Ernährung – nicht nur eine Frage der Zutaten - TEIL 2

 5.     Wo esse ich?

Die Orte, an denen wir uns aufhalten, haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Aus dem Maharishi Sthapatya Veda, der traditionellen Lehre vom richtigen Bauen, wissen wir, dass es ideal ist, einen Teil des Wohnbereiches ausschließlich für das Essen zu verwenden. Wenn wir gewohnt sind, an diesem Ort zu essen, funktioniert das Verdauungssystem dort am besten. Eine Mahlzeit sollte immer gut vorbereitet sein, der Esstisch schön gedeckt und alles appetitlich angerichtet. Wenn man diese Vorbereitung zum Standard erhebt, dann ist man auch weniger zu Zwischenmahlzeiten verleitet.

 Der Essbereich in jedem Haus und jeder Wohnung sollte ruhig sein, damit wir weder von Musik, Radio, Fernsehen oder Zeitung vom Essen abgelenkt werden. Natürlich sollte der Essbereich auch unbedingt rauchfrei sein. Eine angenehme ruhige Atmosphäre beim Essen ermöglicht uns, die Nahrung achtsam aufzunehmen und Menge und Art der Speisen unseren persönlichen Bedürfnissen anzupassen. In ruhiger, stressfreier Umgebung fällt es auch leichter, gut zu kauen und langsam zu essen und so den vollen Geschmack der Nahrung auszukosten. Wenn wir das einhalten, gelingt es mühelos, den Sättigungspunkt zu erfahren und sich nicht zu überessen.

6.     Wieviel?

Die beste Qualität der Nahrung ist ohne Bedeutung, wenn wir ständig zu viel oder zu wenig essen. Stress und Hektik, aber auch unwiderstehliche Beeinflussung durch Werbung und schlechte Vorbilder führen dazu, dass heutzutage ein Großteil der Menschen kein natürliches Empfinden für die richtige Menge hat.

Problem 1: ständiges Überessen. Das führt zu Übergewicht und erhöht massiv die Risikofaktoren für Krankheitsanfälligkeit (Morbidität) und vorzeitigen Tod (Mortalität). Die Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Alters-Diabetes, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette und dadurch bedingte Herz- Kreislauferkrankungen sind Folgen davon, dass ein Großteil der Menschen mehr isst, als der Körper verarbeiten kann. Alles, was wir nicht verarbeiten können, wird im Körper als „Ama“ (Schlackenstoffe) abgelagert und ist der Nährboden für die oben beschriebenen Zivilisationskrankheiten. Wenn das Gefühl für die richtige Menge verloren gegangen ist, ist es wichtig, durch wiederholte Reinigungskuren, wie z. B. unsere Kräuter-Detox, unsere Webinare  oder Pancha Karma Kuren, das Übergewicht abzubauen und ein natürliches Hunger- und Sättigungsgefühl wiederherzustellen. 

Problem 2: zu wenig essen. Das führt zu Untergewicht. Vor allem junge Mädchen und Frauen tendieren dazu, zu wenig zu essen. Das führt zum Teil zu schweren Krankheitsbildern wie Anorexie und Bulimie. Teil dieser Krankheiten ist eine Minderversorgung der Körpergewebe mit Vitalstoffen.  Auch in diesen oft verzweifelten Fällen sind ayurvedische Reinigungskuren und richtiges Essverhalten letzte Rettungsanker.

7.     Womit?

Mit dieser Frage ist die Kombination der Speisen mit Zutaten, Gewürzen, Getränken etc. gemeint. Generell gilt: jede Mahlzeit sollte alle 6 Geschmacksrichtungen enthalten, wohlschmeckend und bekömmlich sein. Die Verwendung von Gewürzen spielt dabei eine wichtige Rolle. Gewürze schenken der Nahrung Pfiff, machen sie verdaulicher und sind der Schlüssel dazu, dass alle 6 Geschmacksrichtungen in der Mahlzeit vorhanden sind. Ayurvedische Ernährungslehre hebt sich vor allem dadurch ab, dass Gewürze intensiv verwendet werden. Zum Einstieg eignen sich sehr gut unsere Gewürzmischungen Vata-, Pitta- und Kapha-Churna, die nach Geschmack, Tages- und Jahreszeit verwendet werden können. Auch die Vata-, Pitta- und Kapha-Gewürz-Tees, die man während oder auch zwischen den Mahlzeiten trinken kann, beinhalten alle 6 Geschmacksrichtungen. Dadurch unterstützen sie das Verdauungssystem und tragen zum wichtigsten Effekt einer Mahlzeit bei: dass wir am Ende der Mahlzeit nicht nur gesättigt, sondern vor allem zufrieden sind.

Es ist wichtig, sich einmal intellektuell mit den ayurvedischen Empfehlungen zur Ernährung auseinander zu setzen, um sie zu verstehen.  Aber alle diese Regeln sollen nur einen verständlichen Rahmen bilden, in dem Sie die Intuition entwickeln, immer spontan richtig zu essen.

 Werden Sie zum stillen Genießer Ihrer Nahrung! Dann machen Sie spontan alles richtig!

 

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Tags: Ernährung

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